Ideenklau

Seit einigen Tagen behaupten zwei Filmemacher aus Leipzig, mein neuer Film „Heil“ beruhte auf einer Idee, die ich ihnen geklaut hätte. Sie haben es nicht für nötig gehalten, sich erstmal bei mir oder den Produzenten zu melden, sondern sind damit gleich an die Öffentlichkeit gegangen. Ich habe ihnen soeben eine Mail geschrieben, und die veröffentliche ich jetzt auch. Hier wäre sie.

Hallo!

Ich mache jetzt mal das, was ihr nicht gemacht habt, und nehme direkten Kontakt auf.
Ihr seid also der Meinung, ich hätte eure Idee geklaut.
Wieso schreibt ihr uns dann nicht erstmal persönlich an, sondern geht stattdessen gleich zur Bildzeitung und ruft auf Facebook zum Shitstorm auf? Wenn ich den Verdacht hätte, daß mir eine Idee geklaut worden sei, dann würde ich das jedenfalls nicht so machen.

Aber erstmal zu den Fakten: Ich hatte von eurem Film bis gestern noch nie gehört. Auch nicht von dem Kurzfilm. Sorry. Eure Kampagne ging 2013 online. Wir haben unsere Idee seit 2012 entwickelt (was wir auch nachweisen können). Wir haben also parallel daran gearbeitet. Wenn mir jetzt jemand sagen würde: Dietrich! Da ist ein Film mit einer ganz ähnlichen Handlung! Die haben bei dir geklaut! – dann würde ich mir keine großen Gedanken machen. Und wenn ihr jetzt sagt: Hey, das ist so eine krasse Übereinstimmung – das ist OFFENSICHTLICH geklaut! – dann sage ich: Nein. Sowas kann tatsächlich passieren. Die Wahrheit ist nämlich: Die Idee ist nicht besonders originell. Weder eure noch meine. So etwas hat es in diversen Abwandlungen immer wieder gegeben. Ob es der schwarze Nazi bei Dave Chapelle ist oder der deutsche Film „Leroy“ von 2007, in dem ein schwarzer Junge sich in ein Mädchen verliebt, das aus einer Nazifamilie kommt und vier Skinhead-Brüder hat. Es geht immer um Gegensätze, die direkt aufeinanderprallen, entweder inmitten einer Person oder halt in einer engen Beziehung. Sowas kann man sich dutzendweise ausdenken. Ein paar Beispiele gefällig? Voila:

-Ein schwarzer Schauspieler, der wegen seiner Hautfarbe wenig Engagements beim Film hat, muß in einem Hörspiel Adolf Hitler sprechen und steigert sich so in die Rolle hinein, daß er am Ende glaubt, er wäre selbst Hitler.
-Eine Nazi geht in ein Dunkelrestaurant, verliebt sich in die Kellnerin, von der er immer nur die Stimme hört, und geht immer wieder in das Restaurant. Als er sie endlich bei Tageslicht sieht, ist sie schwarz. Oder ersatzweise: Radiosprecherin statt Dunkelrestaurantkellnerin.
-Ein Nazi bekommt bei einer Herztransplantation das Herz eines Schwarzen, stürzt in eine Identitätskrise und ist am Ende geläutert. Dann versagt das Herz, er bekommt ein neues, diesmal von einem Nazi, und alles ist wieder beim alten.
-Ein Schwarzer bekommt bei einer Herztransplantation das Herz eines Nazis und stellt auf einmal fest, daß er selber fremdenfeindliche Anwandlungen entwickelt und eine unkontrollierbare Tendenz zum Hitlergruß hat. Er macht das beste daraus, geht nach Afrika und wird Warlord.
-Ein Nazi und ein Schwarzer kriegen einen Stromschlag und erwachen im Körper des jeweils anderen. Der Nazi macht (als fremdenfeindlicher Schwarzer) große Medienkarriere, währen der Schwarze (als Nazi) verzweifelt die Wahrheit erzählen will, die ihm natürlich keiner glaubt.

Fünfeinhalb wahnsinnig originelle Ideen! Habe ich mir allesamt gerade ausgedacht! Hat mich fünfeinhalb Minuten gekostet. Die könnt ihr mir gern alle sofort klauen. Aber soll ich euch was verraten? Ich finde die alle gar nicht so originell. Ebensowenig wie eure oder meine. Meine ist nämlich uralt und tatsächlich nicht von mir: Jemand bekommt einen Schlag auf den Kopf, verliert daraufhin sein Gedächtnis und plappert alles nach. Dann kriegt er einen zweiten Schlag, und schlagartig ist sein Gedächtnis wieder da. Und beim nächsten Schlag wieder weg. Und so weiter. Das ist nicht euer Plot, oder? Wäre ja auch egal, es ist einer der ältesten Slapstick-Witze. Ich weiß nicht, ob ich das bei Laurel & Hardy geklaut habe oder bei Micky Maus oder Asterix oder Pumuckl oder Didi & Stulle, oder wo die das jeweils geklaut haben. Das ist geradezu provokant dämlich und garantiert keine alleinige Basis für einen Film. Die steckt nämlich in der Ausarbeitung und in der Welt, die man erschafft. Ich glaube, das wißt ihr so gut wie ich.

All das wird vielleicht in unserem Trailer nicht so klar. Aber wenn man die beiden Filme nebeneinander sieht (oder vielleicht besser nacheinander), bin ich ganz zuversichtlich, daß da von dem Vorwurf nicht viel übrigbleiben wird, weil sie eben einfach sehr unterschiedlich sein werden. Der eine ist nämlich von euch und der andere von mir.

Als ich 2012 mit meinem Projekt anfing, wußte ich aus Gesprächen mit anderen Filmleuten, daß diverse Projekte unterwegs sind, die irgendwie ähnlich gelagert sind – meistens mit direkt aufeinanderprallenden Gegensätzen, siehe oben. Die Zeit war anscheinend reif für so etwas, aber die Ideen, von denen ich hörte (eure war wie gesagt nicht dabei), die fand ich alles nicht so wahnsinnig sensationell. Was mich an meinem Film viel mehr interessiert hat, war ein Rundumschlag, in dem ganz Deutschland links und rechts geohrfeigt wird. Sowas hatte es noch nicht gegeben. Travestiespiele mit Gegensätzen dagegen genügend. Als Aufhänger für unsere figurenreiche Geschichte war es wunderbar, vor allem auch in der unschuldigen Chaos-Freude, die unsere gedächtnislose Hauptfigur im Film versprüht, aber das, was mich darüberhinaus vor allem interessierte, war eine hemmungslose Gesellschaftssatire. Und deswegen würde ich mich nicht groß aufregen, wenn mir jetzt jemand die Grundidee klauen würde. Auf die bilde ich mir nämlich kein Urheberrecht ein. Gedächtnisverlust ist erstens Comedy-Allgemeingut, eine willenlose Marionettenfigur als Sprachrohr eines Bösewichts ist zweitens auch nicht neu, und der Schlag auf den Kopf, ausgeführt von Nazis, ist drittens leider bittere Realität. Jeder nimmt seine Bausteine irgendwoanders her. Ihr auch. Also hört doch bitte auch mal auf, euch allein auf euren Plot (der sowieso mit meinem nicht identisch ist) so viel einzubilden. Wenn ihr einen tollen Film daraus gemacht habt, dann um so besser, den kann euch dann nämlich sowieso keiner klauen.

Und hört bitte auch auf mit dieser dämlichen David-gegen-Goliath-Nummer, so als wären wir hier das Imperium unter Vorsitz von Darth Vader und ihr das gallische Dorf. Produktionsfirma und Verleih sind mittelständische Unternehmen, also keine Ein-Mann-Buden, aber alles andere als böse Riesenmedienkonzerne. Ich selber mache seit 1997 Filme, habe mich am Set hochgearbeitet, an allen Filmhochschulen beworben, wurde irgendwann genommen, habe zum Geldverdienen nebenher als Regieassistent bei Musikvideos gearbeitet und mich da anschnauzen lassen, dann irgendwann meinen ersten Langfilm für fast kein Geld gedreht, jahrelang am Drehbuch für den nächsten geschraubt, den dann irgendwie gedreht, bis letztes Jahr in WGs gewohnt, weil’s halt billiger war und die Kunst wichtiger ist als das Geld. Und so weiter. All meine Filme und Musikvideos und alles andere, was ich sonst so mache, denke ich mir selbst aus, weil mir nämlich selber schon genug einfällt und ich es verdammt nochmal nicht nötig habe, irgendjemand irgendwelche Ideen zu klauen. Schon gar nicht, wenn sie eher so mitteloriginell sind.

Und daß ihr es nicht hinkriegt, uns einfach mal eine nette Nachricht zu schreiben, sondern gleich zur Bildzeitung geht und dann noch einen Online-Mob zusammentrommelt, darüber komme ich irgendwie nicht hinweg. Ich hätte gedacht, so unabhängige Filmemacher aus Leipzig, die mit wahnsinnig viel Einsatz ihre Sache machen, denen grundsätzlich erstmal meine Sympathie gehört, die eigentlich auf meiner Seite stehen, die wären nicht so drauf. Man könnte doch mal miteinander reden, anstatt gleich öffentlich aufeinander einzuprügeln. Wir werden euch jetzt, zumindest wenn es nach mir geht, nicht den Gefallen tun und öffentlich zurückprügeln mit irgendwelchen Unterlassungserklärungen oder dergleichen, die ihr dann triumphierend in die Höhe halten könnt (das ist allerdings nicht meine private Entscheidung, sondern liegt bei Produktion und Verleih.) Wir halten aber auf alle Fälle mehr davon, offen miteinander zu sprechen. Öffentliches Mobbing (und vorher noch nicht mal versuchen, miteinander zu reden) ist eine Methode, die ich ziemlich nuancenlos scheiße finde.

Zum Abschluß eine Geschichte: Als der amerikanische Autor Vince Gilligan ein Serien-Pitch geschrieben hatte, in dem ein unbescholtener Mann zum Drogenboss wird, erfuhr er, daß genau dasselbe in England schon in Entwicklung war. Nur mit einer Frau als Hauptfigur. Im Nachhinein war er froh, daß er nicht schon früher davon erfahren hatte, denn sonst hätte er sein Projekt vielleicht gar nicht weiterverfolgt. Was dann doch sehr schade gewesen wäre, das britische Projekt war nämlich „Weeds“, und seines hieß „Breaking Bad“. Was lernen wir daraus? Zwei Ideen können auf dem Blatt noch so ähnlich aussehen,  in zwei verschiedenen Köpfen werden trotzdem immer zwei ganz verschiedene Sachen daraus.

Insofern wünsche ich euch trotz eures suboptimalen Kommunikationsverhaltens viel Erfolg, und uns auch. Das sollte problemlos beides möglich sein.

Beste Grüße

Dietrich Brüggemann

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29 Responses to Ideenklau

  1. Daniel B. says:

    Kann es sein, daß denen das echt das erste Mal passiert? Ich habe zwei Jahre lang für ein Elsbeth-Selbert-Biopic recherchiert, bevor ich gehört habe, daß woanders seit drei Jahren eins in Entwicklung ist und gerade mit Iris Berben gedreht wurde. (Elsbeth FUCKING Selbert?! Ich war der Meinung, ich wäre der einzige, der diesen Namen jemals auch nur GEHÖRT hat?!). Oh, und ich war in einem Team, das eine wunderbare Serie entwickelt hat, die sich um einen Tatortreiniger dreht. Volle sechs Monate, bevor irgendwer was von der Grimmepreis-Gewinnerserie gehört hat. Ach, und dann war da noch der Stoff „Widdewiddewitt Bumm BUmm“, der jahrelang in meinem Portfolio war, wo es um einen Ex-Knacki ging, der eine Bank ausrauben will, und dafür bei der benachbarten Betriebskita als Erzieher anheuert, weil die ja händeringend suchen) und sich nachts zu seiner Beute durchgraben will – und dann kam Fack Ju Göthe und machte GENAU den gleichen Plot in einer Schule! Guess what? It happens. Ich habe ja durchaus Sympathie mit eienr gewissen Verbitterung, aber sich deswegen gleich so daneben zu benehmen finde ich schon echt unprofessionell… andere Beispiele von schwarzen Nazis, die so in den letzten Jahren zirkuliert sind: „Community“ hat schon 2011 „Black Hitler“ eingeführt, Jimmy Kimmel hatte im Sommer 2012 Black Hitler in „Movie the Movie“… und dann gab es natürlich schon weit Stoffe wie die Biographie von Mohamed Husen – da ist es echt nicht weit hin bis zu der Idee. Oh, und Husen hatte sogar ZWEI weiße schwangere Bräute… der war sozusagen doppelt originell.
    P.S.: Lustig, daß Du den Gilligan-Stoff anführst, ich weiß noch von einer viel deutlicheren Katastrophe: David Milch hatte HBO statt „Deadwood“ ursprünglich eine andere Serie gepitcht: Eine Krimiserie, die im alten Rom spielt und als Hauptfiguren zwei unbedeutende römische Ex-Soldaten hatte. Er hat erst beim Pitch erfahren, daß HBO seit einem Jahr „Rome“ entwickelt hatte: eine Dramaserie, die im alten Rom spielt, mit zwei unbedeutenden römioschen Ex-Soldaten als Hauptfiguren…

  2. A.W. says:

    Soweit, so gut. Nur: „Weeds“ war nie aus UK, sondern always american. Klugscheiss-Modus aus.

  3. Ex Runner says:

    Ich glaube im Beef Brüggemann vs. König Brüder steht es gerade 2:0 für die BILd Zeitung. Denn die hat den Reigen erst eröffnet. Immerhin startete das Ganze bei einer kleinen PK in der eher der reale Nazi-Überfall auf das Drehteam Thema war. Erst der anwesende Reporter vom besagten Scheissblatt brachte den Brüggemann-Film ins Spiel. Nun hätte man zwei Dinge tun können. Man könnte sagen das Scheissblatt ist mir egal und ich schau mal was andere Zeitungen dazu schreiben. Zum Beispiel im Leipziger Kreuzer steht schon ziemlich eindeutig, dass die König-Brüder sich erst melden/äussern wollen, wenn sie den Brüggemann-Film gesehen haben, eine sehr verständliche Haltung. Oder aber man reagiert ein wenig pampig, zeigt was für ein toller Hecht man ist, prahlt ein wenig mit Kreativität und liefert ganz nebenbei eben wieder besagtem Scheissblatt den Stoff um in die zweite Runde zu gehen.

    Ich hoffe im Brüggemann-Film, der ja ein Rundumschlag sein will, ist auch die Figur des Prominenten drin, der einfach nicht lernen will, dass man der BILD nicht über den Weg trauen soll. Das gilt übrigens für Brüggemann und die König Brüder, die den Quatsch sogar noch auf ihrer FB Seite teilten. Ich hoffe die bekommen entsprechende Schelte von ihrem Vater, der sich ja mit Springerpresse, Neonazis, Verleumdung und Justiz bestens auskennt.

  4. Ex Runner says:

    Ach und meine Blaxploitation Kumpels meinten gerade, ich soll mal den Film hier in die Runde schmeißen. Damit für alle Mal Ruhe ist, wer der „Erste“ war.

    https://www.youtube.com/watch?v=RzSrGWUyMuI

  5. naja says:

    Ich frage mich gerade auf welcher Seite ich stehen soll. Eigentlich auf euerer. „Everything is a Remix“ und so. Wobei da nicht ganze Filmideen „ähnlich“ sind, sondern oft nur einzelne Szenen. Wobei ich diese „Andere klauen doch auch“ Einstellung auch ziemlich scheiße finde.

    Whatever

    Ich habe mir zuerst den Text hier durchgelesen. (bei Twitter gefunden) und war ganz klar auf eurer Seite. (Ein idee können mehrere Leute haben, usw). Dann habe ich mir aber beide Trailer angeschaut und denke jetzt nur noch: WTF. Echt jetzt? „Ein Schwarzer wird Deutsch“ (bzw zum Nazi) cmon. Wenn die Grundidee so ähnlich ist… stimmt da was nicht. Natürlich kommen da dennoch zwei Unterschiedliche Filme raus. Darum geht es nicht. Bei „Everything is a remix“ werden Teile kopiert, aber nie die Grundidee eines Films.

    WObei… „Schwarzer wird Nazi“ ist eigentlich ein flacher Youtube/Mario Barth Witz. Jetzt kommen zwei Klamaukkinofilme dazu raus. Interessiert mich beides herzlich wenig. Igrendwie fühle ich mich an „Manta Manta vs. Manta – Der Film“ erinnert. Wer flache Klamaukideen hat, darf sich nicht aufregen wenn ne billige „Klamuakidee“ kopiert wird.

  6. naja says:

    Nachtrag:
    Ich habt doch beide bei „Günter Wallraff “ geklaut!
    🙂

  7. Von der Rolle says:

    Also sag mal Dietrich, du schreibst einen Blog-Beitrag, postest den auf FB und verlangst dann, dass man dir gefälligst nur im Blog antwortet?

    Wie wäre es, du schreibst einen Blog-Beitrag und wartest, bis er irgendwann entdeckt wird, damit auch nur im Blog darauf geantwortet wird?

  8. Der schwarze Nazi in der 2006er Fassung von den Cinemabstrusos war schon kein Klamauk, das Remake derselben erst recht nicht. Schlagt die Nazis mit Humor und nicht mit Gewalt oder Klamauk, genialer gehts nicht, schließe ich aus dem mir bekannten. Heil scheint ja eher was anderes zu sein, bestenfalls reine Unterhaltung im RundumschlagStil, jedenfalls dem Trailer nach. Jedenfalls verdient Der schwarze Nazi bekannt zu werden, Heil hat dafür anscheinend Förderungen ergattert, wie auch immer.

  9. dietrich says:

    @Ex Runner: Danke. Interessant. Seltsam aber, daß die König-Brüder dieses Detail mir gegenüber nicht erwähnt haben. Die sagen nur: Wir haben eine PK gemacht. Der Eindruck, der entstehen muß: Wir haben WEGEN DES PLAGIATSVORWURFS eine PK gemacht. Was dem Faß den Boden ausschlagen würde. Pressekonferenz wegen Naziüberfall ist ja nun wirklich ganz was anderes. Diese Variante ist für sie einerseits entlastend – andererseits ziemlich peinlich, denn das bedeutet, daß sie sich wirklich von der Bildzeitung haben übertölpeln lassen. Und die „besteht nun mal, wer wüßte das nicht, aus Angst, Haß, Titten und dem Wetterbericht“ (die Ärzte). Sollte man eigentlich wissen. Ich rede prinzipiell nicht mit denen, denn dann machen sie einen Bildzeitungsartikel aus dir, in dem drinsteht, was ihnen gerade so in den Kram paßt.

    @Von der Rolle: Das ist in jedem Einzelteil quälender Quatsch, was du da schreibst. Es kamen Beschwerden, man könne auf Facebook nicht kommentieren. Kann sein, dachte ich, ist ja auch meine private Seite, wenngleich ich da alles öffentlich schalte. Ich hatte noch nie ausprobiert, ob man von einem nicht befreundeten Account bei mir kommentieren kann. Dann stellte sich aber heraus: Man kann doch. Die Beschwerde war also schon von Anfang an unbegründet. Dumm war sie außerdem, denn für bleibende Wirkung kommentiere ich einen Text doch am besten da, wo er steht, und nicht irgendwo auf FB, wo er nur verlinkt ist und bald in den Tiefen der Timeline verschwindet. Darauf wies ich hin. Kommentiert doch wo ihr wollt. Himmel nochmal.

  10. meeh says:

    Yo,

    du schreibst, das deine Kooperationspartner gar nicht soo große Player im Geschäft sind, nur leider unterschreibt sich so ein Verleihvertrag mit X Film und Warner Bros. als Vertrieb nicht eben so am Wochenende bei Bratwurst und Bier. Oder etwa doch? Nein, eher nicht.
    Das Arte als Sender im Boot ist, das ist dann doch schon mehr, als durchschnittlich beglückte Autorinnen und Regisseurinnen erwarten können. Gratulation dafür, ehrlich. Aber über kleine Fische der deutschen Filmlandschaft reden wir da nicht. Dumm zudem- ein Wort das du gerne bemühst- ist, das auch die professionellste Rechtsabteilung und cleverste Marketingabteilung übersehen hat, das die Grundstruktur der Story in dieser Form seit 2006 existiert. Ja,.. …dein Film ist anders. Aber googeln hilft manchmal enorm, um Peinlichkeiten zu ersparen. Die Ahnung des Plagiats müsst ihr euch leider gefallen lassen. Nimm es nicht persönlich.

  11. Ex Runner says:

    Hallo Dietrich, ich denke du hast generell Recht in der Sache. Ich fand nur den Ton deines Textes eine Spur zu höhnisch, aber das ist Geschmackszache.

    Bei einer PK kann man leider nicht immer entscheiden, welche Presse anwesend ist, aber man kann entscheiden, wie man mit bestimmten Zeitschriften umgeht. Deren Texte zu verteilen ist dann schon ein bewusster Schritt, den Cinemabstruso gegangen ist.

    Was mich umso mehr verwundert, ein linksaktionistisches Filmemacherteam wie Cinemabstruso verbreitet BILD Artikel und begibt sich darüber hinaus in eine Copyright-Debatte. Kapitalismuskritik sieht zumindest anders aus. Denn mit etwas Einblick in die Materie, sollte eigentlich erkennbar sein, dass Copyright, Urheberrecht und Patente, nichts anderes als Konstrukte sind, die einem Unternehmen die Möglichkeit bieten, Absatzmärkte zu sichern und diese für einen bestimmten Zeitraum von Konkurrenz frei zu halten. Der ganze Bullshit vom geistigen Eigentum, kreativer Schöpfungskraft und was sonst noch an spätromantischem Gedöns da aufgefahren wird, ist nix anderes als Schönfärberei die seinerzeit notwendig war, um diesen Eingriff und den freien Markt, die Forschung und nicht zuletzt in die Kunstfreiheit moralisch zu rechtfertigen. Seltsam also, dass die Leute von Cinemabstruso, die sich ja bewusst gegen das System Unterhaltungsindustrie wenden wollen, genau diese Regeln mitspielen.

    Wo wir beim nächsten Vorwurf sind: Man hätte ja Google nutzen können…

    Das mag vielleicht bei der Planung eines Dokumentarfilms noch hinkommen. Da hier recht schnell Thema, Protagonisten und Erzählhaltung klar stehen. Wer aber schon einmal den Prozess einer Drehbuchentwicklung erlebt hat, sollte wissen, wie weit sich erste Idee und drehfertiges Buch oft voneinander unterscheiden. In diesem Entwicklungsprozess immer wieder Google zu bemühen um zu schauen, ob der nächste Schritt evtl. die Idee eines Anderen tangiert, ist ganz ehrlich gesagt nicht nur mühsam sondern absoluter Blödsinn. Das vernichtet jegliche Kreativität, wer das verlangt hat von Kunst nicht einmal im Ansatz eine Ahnung.

  12. Ex Runner says:

    Warum gibt es keine Korrekturtaste? 🙂

    Ich wollte schreiben: “ … um diesen Eingriff IN den freien Markt, die Forschung und nicht zuletzt in die Kunstfreiheit moralisch zu rechtfertigen.“

  13. dietrich says:

    Danke. Ich frag mal meinen Netzmeister nach einer Berichtigungstaste. Der ist Neonazi, daher die Wortwahl. Schwarz ist er auch. Habe ich mir allerdings beides nur ausgedacht. Fragen werde ich ihn trotzdem.

  14. Lieber Dietrich Brüggemann und alle Leser,

    OK, also das ist also keine originelle Idee? Schön, dass wir sie beiderseits jeweils in Filmen umsetzen;). Und „keine originelle Idee“ zum Zweiten: Da haben wir von hunderten anderen Leuten (darunter MDM, Produzenten, Schauspielern) was anderes gehört. Und natürlich toll, wie schnell du denken kannst, dass du in 5 Minuten so viele Ideen entwickeln kannst, cool – das ist der Beweis! Wir sind beeindruckt.

    Also bei uns ist das ja so, bevor und während des Drehbuchschreibens schauen wir im Internet, ob es da schon was zum Thema gibt – reale Personen, Filme usw. Bei Eingabe der Eingabe von „Schwarz“ und „Nazi“ taucht seit 2007 unser Film bei Google direkt auf der ersten Seite auf.

    Wir haben 2013 unsere Kampagne gemacht und du hast schon 2012 die Idee gehabt? Toll, hätten wir an deiner Stelle auch gesagt. Unseren Film gibt es seit 2006. 2010/2011 haben wir sie bei TP2-Talentpool vor Produzenten, Verleihern, MDM umgesetzt und die Idee ging noch mal mehr an die Öffentlichkeit.

    Wir machen öffentliches Mobbing? Schon mal was von Meinungsäußerung gehört – du kannst einfach drauf reagiern, was du ja jetzt auch machst.
    Wir gehen als Independentgruppe an die Öffentlichkeit wegen eines Verdachts auf Ideenklau und warten seit drei Tagen auf eine Reaktion deinerseits … hat lang gedauert, aber du hast ja jetzt auch mal endlich nen ordentlichen Text vorgelegt.

    Shitstorm? Welchen Shitstorm meinst du? Wir haben keinen mitbekommen. Der muss wohl in Berlin irgendwo sein. Ihr seid nur eine mittelständische Produktionsfirma? Aber X-Filme und Warner Brothers im Boot? Und Arte, BR usw. Naja, ganz so klein dann wohl doch nicht. Ist ja auch an sich gar nichts gegen einzuwenden, aber der größere Player seid ihr schon.

    Du wirfst uns vor, dass wir direkt an die Öffentlichkeit gehen? Aber du hast es doch selbst so gemacht, anstatt dich nur erst einmal bei uns zu melden wegen unserer Idee – du weißt schon.

    Wir gehen zur BILD-Zeitung? Nee wir haben ne Pressekonferenz gemacht zu unserem Film. Tut uns leid, dass einer der Medienvertreter von der Bildzeitung war, das war ganz böse von uns. Machen wir nicht wieder. „Die Lügenpresse“ sollte natürlich immer draußen bleiben.

    Sorry, aber die anderen Filmbeispiele, die du nennst, entsprechen alle nicht der Idee und Kontext des SCHWARZEN NAZIS: Ein „Schwarzer“ Hauptdarsteller in einem Spielfilm 2014/2015, der von Neonazis in Ostdeutschland einen Schlag auf den Kopf bekommt und dadurch zum Neonazi wird und anschließend gegen Integration wettert und die Öffentlichkeit gerät aus dem Häuschen, der Hauptdarsteller außerdem eine „weiße, deutsche“ und schwangere Freundin hat, die ihn von den Nazis zurückholen will und ein Nazi und die Nazipartei die den Schwarzen als „Integrationsexperten“ ausnutzen und als Marionette nutzen will. Nochmal sorry, die Idee hatten wir hier in Leipzig vor dir und es besteht immer noch unser Verdacht, dass du diesen Plot von uns „ausgeborgt“ hast.

    Das Gute ist, und da geben wir dir Recht, es gibt Platz für beide Filme – Yo, Yes!
    Wir wünschen Dir und Euch mit dem Filmprojekt viel Erfolg, (sonst wären wir dem Rat unseres Medienanwalt gefolgt und hätten was ganz perverses gemacht, aber das ist uns zu kindisch und sinnlos – wir entscheiden übrigens selbst und verstecken uns nicht hinter „Der Produktionsfirma“). Wir hätten aber trotzdem noch ein paar Fragen gern beantwortet – aber das vielleicht dann per Mail.

    Liebe Grüße,

    Karl-Friedrich und Tilman König

  15. Yunis says:

    Ich hab mir jetzt mal den Trailer der König-brüder angeschaut & die Story zu deinem Film gelesen. Also für mich ist das relativ klar: erste Idee war von den König-Brüdern. Ob du davon gewusst hast vorher keine Ahnung. Vielleicht hat dir auch irgendwann mal jemand davon erzählt & du hast es später übernommen? Wer kann das schon wissen. Aber mal im ernst: wer Warner Brothers mit im boot hat, sollte sich nicht als kleinen Filmemacher verkaufen. Unglaubwürdig.
    Und zuletzt: das die BILD scheisse ist keine frage. Das es nicht besonders geschickt ist den Artikel der Bild zu teilen auch nicht. Aber ändert das was an den Grundproblem? Kannst du mal versuchen dich in die Leute hinein zu versetzen, die plötzlich mitbekommen dass eine (gefühlt) Riesenfirma ihre seit 9 Jahren bestehende, gedrehte & neu aufgelegte Filmidee scheinbar kopiert? Und kannst du deine Arroganz mal etwas runterfahren?
    Ich glaub die haben keinen Filmverleih, keine 1000en Euro, keine kohle für Anwälte etc. Versuch es doch einfach mal mit hineinversetzen anstelle Überheblichkeit. Wirkt auf mich eher so als ob der Verdacht der Kopie zutrifft.
    Grüße, da yunis

  16. Alexander Attila Schulze says:

    Lieber Dietrich,
    wir kennen uns nicht, doch Dein Blog-Eintrag und die Wahl Deiner Worte – im möglicherweise erkennbaren Duktus einer latenten Rechtfertigung – machen Dich in meiner Wahrnehmung höchst unsympathisch! Kommunikationsdefizite sind eher bei Dir zu suchen – Du hättest es doch besser machen können als die Königs, indem Du die Sachlage direkt besprichst. Du nutzt aber diesselbe Öffentlichkeit. Und wären die Vorwürfe ohne Substanz – die Anwälte Deiner Partner wären doch schon längst in der Spur!
    Meine Sicht auf die Sache ist rund – und ich wünsche Deinem Film eine Rezension in der BILDzeitung!
    Gruß Attila

  17. Dietrich Brüggemann says:

    Diese Diskussion fand zur Hälfte auf Facebook statt, und weil auf Facebook alles vom Winde verweht wird, kopiere ich hier jetzt mal einen Beitrag rüber, der mir recht stichhaltig erschien. Der Autor ist Daniel Bickermann, ein mit mir befreundeter Drehbuchautor, der das Projekt aus der Nähe verfolgt und diverse Fassungen gelesen hat. In diese Diskussion ist er unaufgefordert eingestiegen, ich hatte ihn nicht darum gebeten, aber ich finde seine Argumentation gut. Er schrieb folgendes:

    Okay, das wird jetzt lang…
    Erstens: Doch, ich kann mich, wie oben bereits beschrieben, sehr genau in Euch reinversetzen. Aber, wie auch schon gesagt, hatte jeder von uns schon mehrmals solche Erfahrungen und weiß, daß da keine finsteren Machenschaften dahinterstehen, sondern zwei Dumme, die den gleichen Gedanken hatten – passiert übrigens auch in Hollywood andauernd, mit zeitgleich zwei Robin-Hood-Filme (1991), zwei Kometenkatstrophenfilme (1998), zwei „Fickfreunde verlieben sich“-Filme (2014) oder zwei Steve-Jobs-Biopics (2015) gleichzeitig entwickelt und vermarktet werden. (In Deutschland eher selten, weil es eben immer die gleichen Geldgeber, sprich: Förderungen, sind. Wenn man Glück hat, wird man davon frühzeitig ausgebremst – wie ich mit meienm Elsbeth-Selbert-Stoff, der bereits gefördert worden war, oder mit meinemJugendgefängnisfilm vor vier Jahren, weil gerade drei prominente Jugendgefängnisfilme in Entwicklung waren. Wenn man Pech hat und nicht ausgebremst wird, kann es einem so gehen wie Euch.) Aber statt das konstruktiv für Euch zu nutzen (dazu kome ich unten noch), haut ihr persönliche Pauschalverurteilungen raus, die jeder, der sich mit Filmemachen auskennt, absurd finden wird.

    Denn 2.) Nein, ich kann es echt nicht so recht glauben, daß ihr „ernsthaft einen solchen Verdacht hattet/habt“. Glaubt ihr wirklich, daß sich Brüggemann Euren Kurzfilm und/oder Kickstarter-Trailer angeschaut hat und beschlossen hat: „Boah, die haben dafür keine Geldgeber gefunden, aber ich werde damit bestimmt VOLL die große Kohle machen! Ich komme gerade von einem international preisgekrönten Religionsdrama, ich hab keine eigenen Ideen mehr.“ Dann hat er sich erstmal drei Jahre lang in eine hochkomplizierte Entwicklung gesetzt und sich fünf weitere Handlungsstränge ausgedacht (weil, Spoiler Alert: Der Schwarze ist kein Nazi, und er ist auch keine der ungefähr 5 Hauptfiguren), um das erstmal zu unterfüttern. Dann ist er zu all den Produktionsfirmen und Förderungen gegangen und hat gesagt: „Ey, das wird lustig, ich hab hier einen Stoff, der wurde sonst überall abgelehnt und wird gerade per Kickstarter gemacht, aber ihr fördert mir das doch, oder?“ Und nachdem er das Ding gecastet, gedreht, geschnitten und die Musik geschrieben hat und fünf Jahre seines Lebens damit verbracht hat, geht er zu einem Verleih und sagte: „Haha, wir machen jetzt extraschnell, damit wir gerade noch vor denen ins Kino kommen.“ Letztlich ist es das, was Ihr behauptet, und das finde ich nicht nur lächerlich, sondern eben auch ehrenrührig. Ich habe die Filmbranche, vor allem auf der kreativen Ebene zwischen Autoren und Regisseuren, als extrem kollegial und gegenseitig unterstützend kennengelernt. Und jetzt versetzt IHR Euch vielleicht mal in die Gegenseite: Stellt Euch vor, Ihr seid ein Filmemacher, der einen wirklich radikalen, grotesken, mutigen Film über Nazis geschrieben hat, der nur als „die NSU-Komödie“ herumgereicht wird wie eine heiße Kartoffel, wo keiner weiß ob sie lecker ist oder man sich daran nur verbrennt. (Ich habe eine sehr frühe Fassung gelesen und war überzeugt, daß Brüggemann das niemals in Deutschland finanziert bekommt! Wenn mir damals einer gesagt hätte: Der hat das geklaut, um damit die groß Kohle zu machen, den hätte ich noch stärker ausgelacht als heute.) Aber entgegen aller Wahrscheinlichkeit findet Ihr Produktionsfirmen und Mitstreiter, die mutig genug sind, so einen Film zu machen, und als er fertig ist, da steigen sogar große Verleihfirmen mit ein, weil sie das geil finden und daran glauben. Und jetzt stellt Euch vor, jemand käme einige Wochen vor dem Kinostart mit so einer Geschichte um die Ecke, hat Euren Film noch nicht mal gesehen, hält aber eine PK, wo der Eindruck von „Ideenklau“ nicht nur erweckt, sondern aktiv heraufbeschworen wird, steht dann noch gerne für eine Homestory zur Verfügung, weil die Presse und diverse Lokalblogs sich an sowas gerne bedienen und leider keine Ahnung haben, wie lange und aufwändig eine Stoffentwicklung ist, und weil es denen wurscht ist, ob sie Euren Film gesehen haben oder nicht – sie beschließen nicht nur anhand des Trailers, daß der bestimmt weichgewaschen und klamaukig und kacke ist, sondern werfen mit dem „Ideenklau“-Ding auch noch um sich, als wäre das Fakt und nicht völlig haarsträubende Absurdität. Ich habe es an anderer Stelle schonmal gesagt und sage es gerne nochmal: Ich an Brüggemanns Stelle hätte nicht so freundlich versucht, darauf einzugehen, Sympathie zu bekunden und sich die Mühe zu machen, sich zu rechtfertigen und diese Albernheit auch noch zu widerlegen.

    Was hättet ihr stattdessen tun können (und sollen)? Dreierlei. Als ich von der Selbert-Scheiße gehört habe, hab ich 1.) schwer geschluckt, weil zwei Jahre Planung verbrannt waren. 2.) nachgeforscht, weil da eine Lehrerin meiner Filmschule beteiligt war, die durchaus meinen Pitch hätte gehört haben können (stellte sich natürlich heraus: ne, die waren schon viel früher damit unterwegs.) 3.) stolz sein, weil ich zumindest den richtigen Riecher für einen ARD-20.15-Stoff hatte – beim nächsten habe ich sicher nicht mehr so viel Pech.

    Was hättet ihr also tun sollen? 1.) schwer schlucken. 2.) Brüggemann fragen, ob man den Film vielleicht mal vorab anschauen kann. (Dadurch entdecken, daß er natürlich nicht das Geringste mit Euren Ideen und Ansichten zu tun hat.) Sich vielleicht mit ihm absprechen, wie man darauf reagiert, wenn man auf die Ähnlichkeiten angesprochen wird. 3.) sich freuen, daß man eine generell geile Idee hatte, die offenbar auch große Firmen geil fanden. Bei der nächsten wird man sicher nicht mehr so viel Pech haben. 4.) Bei jeder sich bietenden Gelegenheit, wo man auf die Ähnlichkeiten angesprochen wird, die Unterschiede betonen wie z.B. „Brüggemanns Film ist ein Ensemblefilm, in dem eine schwangere Frau, ein Dorfpolizist, ein Journalist, eine Handvoll Nazis und der Verfassungsschutz die Hauptrolle spielen, unser Film ist ein klares Figurenportrait. Bei denen ist der schwarze Nazi nur ein MacGuffin, der die Handlung am Laufen hält, aber wir haben das wirklich bis zum Ende durchgedacht und sind da psychologisch rangegangen. Die Tonalität ist ganz anders. Der Umgang mit dem Thema ist ganz anders. Die Aussage ist ganz anders. Wir haben einen kleinen, gemeinen Film mit privaten Mitteln gemacht, er hat eine Großproduktionen mit Panzern, Schießereien und Autoverfolgungsjagden, das kann man gar nicht vergleichen. Außerdem haben wir mitten im Nazi-Land gedreht, wir leben mit der Scheiße jeden Tag, wir haben Street Cred; Brüggemann dagegen ist nur ein Berliner Theoretiker. Wir haben einen Film über Nazis gemacht, er hat einen Film über bundesdeutsche Befindlichkeiten gemacht. Beides cool, aber nicht zu vergleichen. Wir hoffen, daß er mit seinem Film viel Erfolg hat und wir mit unserem mindestens genauso viel. Schaut Euch beide Filme am besten im Double Feature an.“ So hätte man reagiert, wenn man Respekt vor einem Filmemacherkollegen hat. Wettbewerb, sicher. Aber naive, zutiefst beleidigende Unterstellungen ohne Überlegung oder Sachkenntnis – nö, bitte nicht.

  18. dietrich says:

    Und jetzt nochmal einige Worte von mir selber. Ich versuche mich mal an der Argumentation der anderen Seite entlangzubewegen. Falls irgendjemandem der Tonfall meines ersten Textes zu aufgeregt erschien – sorry, aber wenn man aus heiterem Himmel mit Plagiatsvorwürfen aus der Bildzeitung konfrontiert wird, dann kann es passieren, daß man ungehalten wird.

    Also, der Reihe nach.

    Originelle Grundidee oder nicht? Richtig, die Grundidee (also meine, die mit dem Gedächtnisschwund) ist tragfähig, aber nicht besonders originell, sie besteht nämlich, wie ich bereits erläutert habe, einerseits aus den sehr naheliegenden Bestandteilen einer Nazigeschichte, andererseits aus Komödien-Allgemeingut. Etwas origineller wäre z.B. „zwei Musiker verkleiden sich als Frauen, um Mafiakillern zu entkommen, und heuern in einer Damenkapelle an“. Aber auch hier ist es vor allem der Film, den Billy Wilder daraus gemacht hat. Daß der originell ist, erkennt man daran, daß die Gags bis heute zünden und man vor Lachen am Boden liegt. Jemand anders hätte daraus vielleicht einen eher unoriginellen Langweilerfilm gemacht. Ach nee, HÄTTE nicht nur, sondern HAT: Es gibt einen deutschen Film von 1951 namens „Fanfaren der Liebe“, der ist allerdings auch nicht das Original, sondern beruht auf derselben Geschichte, die 1935 schon mal in Frankreich verfilmt worden war. Die Mafia ist allerdings, wenn ich das richtig sehe, nur in Billy Wilders Film dabei. So wie bei mir der Gedächtnisverlust. Beides macht den Stoff besser, weil es aus dem vorhersehbaren Gegensatz-Antagonismus ausbricht und ein Moment von Chaos und Überraschung hereinbringt. Trotzdem ist keins von beiden eine einzigartige Idee, auf die man wahnsinnig stolz sein sollte. Eure etwas unklare Bemerkung zu meinen fünfeinhalb Beispielideen lasse ich unkommentiert, weil ich da keinen greifbaren inhaltlichen Kern entdecke, zu dem ich irgendwas sagen könnte.

    Google: Nein, „Schwarz“ und „Nazi“ habe ich in der Tat nie gegoogelt, weil das superallgemeingültig ist. Ich google ja auch nicht „wie schreibe ich eine Komödie“. Und weil er bei mir eben kein Nazi wird, sondern das Gedächtnis verliert. Und aus den genannten Gründen, das Schwarzer/Nazi-Thema gab es eh schon auf allerlei Arten, aber ich will mich hier nicht wiederholen. Gestern eben habe ich es übrigens gegoogelt, da kommt Franz Xaver Schwarz, Heinrich Schwarz, Wallraffs Schwarz-Weiß-Film, aber von euch keine Spur. Heute ist eurer wieder drin. Google ändert sich öfter mal – und es ist auch schon seit längerer Zeit so, daß Google nicht jedem Benutzer dasselbe anzeigt. Wer sich für eine Sache interessiert, indem er sie oft googelt, der kriegt diese Sache auch weiter vorn angezeigt. Und ganz generell, das haben ja auch andere hier schon gesagt, finde ich nicht, daß man seine Stoffe dauernd per Web-Suche auf etwaige Doppelungen mit anderen abgleichen muß. Das ist nämlich so uferlos wie sinnlos.

    TP2 Talentpool habe ich leider auch nicht gegoogelt. 2006 war ich auf Festivals in Berlin, Ludwigshafen und Zürich, aber euer Kurzfilm war da nicht, und ich war leider nicht bei der MDM. Hätte ich von eurem Projekt gehört, dann hätte man sich natürlich kurz kontaktiert, erleichtert festgestellt, daß da keine große Übereinstimmung ist, einander viel Glück gewünscht und weitergemacht. Aber auch wenn ihr es einfach nicht glauben wollt: Doch, es ist möglich, daß jemand noch nie von eurem Projekt gehört hat. Es gibt ja auch Leute, die noch nie von meinen Filmen gehört haben, obwohl das fertige, veröffentlichte Langfilme waren. Wahrscheinlich sind das sogar fast 80 Millionen Menschen in Deutschland und 7 Milliarden im Rest der Welt, die noch nie von meinen Filmen gehört haben. Ja, ich stelle immer wieder fest: Es sind sehr viele.

    Mobbing? Auf einmal tauchen bei uns überall Kommentare auf und alle möglichen wildfremden Leute melden sich zu Wort. Aber gut, dann halt kein Mobbing, ich will hier ja nicht eskalieren. Bleibt der Fakt: Ihr habt einen Verdacht (anhand eines Trailers!), fällt daraus auch gleich ein Urteil und ruft Leute zusammen, das in die Welt hinauszuposaunen. Bleibt meine Einschätzung: Finde ich nicht so dolle.

    Ihr geht an die Öffentlichkeit und wartet auf Reaktion von mir? Och Leute, kommt, das wird doch jetzt etwas kindisch. Wenn man was von jemandem will, geht man nicht an die Öffentlichkeit, sondern redet mit ihm. An die Öffentlichkeit geht man, wenn man Öffentlichkeit will.

    X Verleih ist eine mittelständische Firma, ja. Jeder Schraubenhersteller ist größer. Warner übernimmt das „Booking und Billing“ bei den Kinos. Frag mich nicht, was das heißt, das ist vermutlich so, wie wenn der Schraubenhersteller Schrauben an Mercedes verkauft. Natürlich sind das etablierte Strukturen in der deutschen Filmbranche, aber sich daraus so einen Hollywood-Multi-Pappkameraden als Gegner zu bauen, ist ein Schmarrn, wie man in Bayern sagt.

    Und dann die Nummer mit der Pressekonferenz. Da ist mir immer noch nicht ganz klar: Wovon handelte die, und was war zuerst? Ihr hattet also Nazis am Set zu Besuch. Na schönen Dank. Meine Solidarität dazu. Das erinnert mal zwischendurch mal wieder daran, worum es hier eigentlich geht. (Wir haben unseren ganzen Film übrigens quasi geheim und unter falschem Titel gedreht und waren ganz froh, daß uns sowas erspart blieb.) Handelte die PK davon, und die Bildzeitung hat sie dann umfunktioniert? Oder habt ihr eine Pressekonferenz wegen eurer Plagiatsidee gemacht? Letzteres würde dem Fass die Krone ins Gesicht hauen (nicht nur zur Bildzeitung, sondern gleich zu allen Zeitungen gehen). Ersteres wäre plausibler, aber halt etwas peinlich. Wie auch immer es war, ihr postet es und schreibt drüber: „Heute in der BILD-Zeitung.“ Distanz zu einem notorischen Käseblatt sieht anders aus.

    Und jetzt nochmal zum Kern der Geschichte. Die Storys scheinen sich oberflächlich zu ähneln, da gebe ich euch recht. Das ist aber nicht nur halb so wild (aus den oben genannten Originalitätsgründen), es schwächt sich auch sehr ab, wenn man mal anschaut, aus was für Bausteinen sie denn eigentlich bestehen. Zunächst nochmal der entscheidende Unterschied: Meine Hauptfigur (zum Glück nicht der Hauptdarsteller, das ist nämlich immer noch ein Unterschied) wird nicht zum Nazi, sondern VERLIERT SEIN GEDÄCHTNIS. (Ganz nebenbei: Das finde ich an meiner Idee das einzig wirklich signifikante, weil es außer der Nazi-Klischee-Mindmap ausbricht und mich in die Welt des Slapstick entführt, aber egal). Da bleibt an Übereinstimmungen: Der Schlag auf den Kopf. Von Neonazis. Das Opfer ist schwarz. Hmja. Geklaut aus der Zeitung, würde ich mal sagen.
    Und die Hauptfigur hat – ne Freundin! Haben Figuren in Filmen ja fast nie. Und die ist schwanger. Auch das ein brillanter Gedanke. Und dann noch die Nazipartei, die sich ein debiles Sprachrohr verschafft. Siehe „Didi, der Experte“. Mal ganz ehrlich: Das sind einerseits Versatzstücke, die zum Thema „Nazis“, „Politik“ und „Komödie“ wirklich jedem als allererstes einfallen. Und andererseits halt der Stoff, aus dem das Leben und die Filme sind. Kann schon mal passieren, daß da zwei Leute das in ähnlicher Weise zusammensetzen. Mafia und Damenkapelle ist schon eine originellere Kombination, weil das keine offenkundigen Gegensätze sind, sondern zwei fremde Welten. Aber, wie gesagt, siehe oben.

    Und übrigens verstecke ich mich nicht hinter der Produktionsfirma, sondern arbeite mit denen zusammen. Muß ich ja wohl. Die stehen umgekehrt auch hinter mir, aber auch nicht, um sich da zu verstecken.

    So. Wenn ich mich jetzt mal in eure Lage versetze (das macht man als Filmemacher ja von Berufs wegen), dann verstehe ich natürlich, daß ihr irritiert seid. Was ich dagegen nicht verstehe, ist euer Verhalten. Und im Gegenzug versetzt ihr euch bitte mal in meine Lage. Da gibt es drei mögliche Szenarien (Daniel Bickermann hat das ja schon ansatzweise durchgespielt), und ich bitte euch inständig, mal ganz kurz von eurer felsenfesten Überzeugung, daß ihr die Wahrheit eh schon wißt, runterzukommen und zumindest in Betracht zu ziehen, daß es auch anders sein könnte. Also:

    1. Dietrich Brüggemann fällt nix ein, also übernimmt er eure Idee, aber verrät seinen Produzenten, Sendern etc. nichts davon. Er arbeitet zwei Jahre und sieben Fassungen lang an einem Drehbuch, das auf dieser genialen Idee basiert. Er unterschreibt außerdem Verträge, in denen drinsteht, daß er der alleinige Urheber ist. Dietrich Brüggemann ist von geradezu suizidaler Beklopptheit.

    2. Dietrich Brüggemann klaut eure Idee und informiert auch X-Verleih, Studio Hamburg, RBB, arte etcetera davon. Die sagen alle: Großartiger Ansatz, Herr Brüggemann, diese Leipziger, denen klauen wir jetzt mal ihre Idee. Filmfirmen und öffentlich-rechtliche Sender sind nämlich allesamt fett, fies und böse und machen sowas andauernd.

    3. Wir haben es hier mit einer Zufallsdoublette zu tun, also zwei Projekten, die sich oberflächlich ähneln, aber bei näherer Betrachtung sehr deutlich unterscheiden. So wie es in der Filmgeschichte immer wieder vorgekommen ist, was hier einige andere Kommentatoren ja ausführlich beschrieben haben.

    Und dann denkt mal ganz in Ruhe nach, welches Szenario das plausibelste ist.

    Trotz alledem freut mich euer Fazit, denn ich sehe es genauso: Die Welt ist groß genug für uns beide. Ich werde mir euren Film anschauen, laßt uns in fairen Wettstreit treten, möge derjenige gewinnen, bei dem am Ende lauter gelacht wird. Und das entscheidet sich jeden Abend aufs Neue. Im Kino.

  19. nightliner says:

    Lieber Dietrich,
    soll das ein Zitat oder eine sinngemäße Wiedergabe eines Textes von deinem befreundeten Drehbuchautors gewesen sein? Ein guter Text liest sich irgendwie anders. Ich kann es dir nicht weiter erklären. Du hast dich entschieden, damit ein wenig Glück gehabt, viel dafür getan und wie es mir scheint auch viele Argumente auf Lager, die eine sachliche Diskussion möglich machen. Ich habe darauf jetzt keinen Bock. Gute Nacht.
    PS. Den Trailer von „Heil“ habe ich mir ein mal angesehen. Das ist ganz einfach mainstream und ich persöhnlich werde mir den Film nur anschauen wenn ich nichts besseres vor habe.

  20. Ex Runner says:

    Hallo Cinemabstruso, (das Gleiche gilt auch für WildaWahnWitz) was ich nicht verstehe, ihr selbst seht euch als subversiv und Avantgarde. Im Gegenzug aber empört ihr euch über Aneignung eurer Werke?

    Ist Aneignung nicht Aufgabe, Merkmal und Schicksal von Avantgarde? Wer auch immer sich in eurem Dunstkreis Medienberater nennt, er wäre gut beraten gewesen euch zu diesen Satz verleiten zu lassen: „Natürlich war abzusehen, dass das Thema in dieser Form früher oder später auch im Mainstream ankommt.“

    So aber habt ihr BILD Artikel geteilt und euch auf deren Spiel eingelassen. Jetzt könnt ihr ja prozessieren. In Deutschland hat man da auch gegen die Großen eine Chance. Denn irgendwo findet sich auch der bekloppteste Richter und der bescheuertste Gutachter, der das für viel Geld für euch durchboxt. Nettes Beispiel hier zB:

    http://www.geistiges-eigentum.eu/gary_moore_ladendieb.php

    Das Einzige was dabei flöten geht, ist eure Glaubwürdigkeit als Gegenkino. Aber vielleicht legt ihr schon lange keinen Wert mehr darauf. Ihr dreht ja inzwischen auch Werbespots für Unternehmen.

  21. Tritt says:

    1.
    Nicht nur auf Facebook berichtet Cinemabstruso über den angeblichen Ideenklau, sondern auch auf der von Ihnen verlinkten Homepage zum Film derschwarzenazi.de lautet der derzeitige Aufmacher immer noch „Ideenklau. Stimmen aus der Presse“.
    Wer aber das Argument, beklaut worden zu sein, dergestalt offensiv zur Aufmerksamkeitserzeugung, sprich: zu Werbezwecken einsetzt, muss sich auch gefallen lassen, dass jemand ein Gegenargument vorbringen könnte. Oder um Tucholsky zu zitieren: Wer in der Öffentlichkeit kegelt, muß sich vom Kegeljungen sagen lassen, wieviel er getrudelt hat.

    2.
    Die klassische Identitätstauschidee findet sich ja schon im Altertum, wenn z.B. das isrealische Kind von der Familie des Pharaos adobtiert wird und später nach erneutem Seitenwechsel anfängt, Meere zu teilen und mit brennenden Büschen zu reden. Und im selben Jahr wie der bereits von Dietrich zitierte „A Chump at Oxford“ soll ein gewisser Chaplin sogar einen Film gemacht haben, in welcher ein jüdischer Friseur mit einem nationalsozialistischen Staatsführer vertauscht wurde.
    Das von Cinemabstruso vorgebrachte Argument, der Hauptunterschied sei nun aber die Hautfarbe, erscheint bei einem antirassistischen Film etwas zwiespältig.
    Mich erinnert die Diskussion ein wenig an diejenige bei Pepe Danquarts „Schwarzfahrer“, wobei die Übereinstimmungen bei dem Danquart-Film zu denen der vermeintlichen Plagiatsopfer noch wesentlich deutlicher waren. Wer Danquarts Films aber gesehen hat (mit einer wunderbaren Antagonistin, mit der man zwischenzeitlich sogar fast Mitleid hat, und die am Ende an der gleichen Teilnahmslosigkeit der Öffentlichkeit scheitert, die ihr zuvor ihre rassistische Hasstirade erst ermöglicht hat), weiss, weshalb Danquarts Film erfolgreich war und die anderen Verfilmungen, die über die platte Grundidee nicht hinausgekommen sind, eben nicht.
    Sollten also „schwarz“ und „Nazi“ wirklich die einzigen Ideen des Films sein, könnte der Versuch, damit rund 90 Minuten zu füllen, schon etwas hochgegriffen sein.
    Hier übrigens mal zur Vervollständigung der Trailer zu dem Kurzfilm von 2006: https://www.youtube.com/watch?v=Gqblut1UN2E

    3.
    Zum Thema Warner Bros.: Wenn Dietrich schreibt, das Warner „Booking und Billing“ übernimmt, bedeutet das, dass die freundliche Sachbearbeiterin von Warner nur (quasi als Sekretariatsersatz für X-Filme) die Bestellungen der Kinos entgegen nimmt und die Abrechnungen gegenüber den Kinobetreibern erstellt. Diese Auslagerung ist nicht unüblich, wenn man sich entweder den Mitarbeiter für die Buchungen oder die Abrechnungssoftware und den Aufwand sparen will, und wird von vielen kleinen Verleihern so betrieben.
    Ähnliches kennt der eine oder andere vielleicht auch von seinem Zahnarzt, der zwar selber bohrt, aber die Rechnung nicht selber stellt, sondern das über eine zentrale Abrechnugsstelle machen lässt.
    Auch die meisten DVD-Klitschen sind zu klein, um z.B. eigenständig im Großhandel auftreten zu könne, so dass bei fast jeder DVD auf der Rückseite noch kleingedruckt steht, dass die DVD im Vertrieb von Warner, Fox, Ascot u.s.w. erscheint. Das betrifft aber eben nur eine Art Zeischenhandelstätigkeit, heißt aber nicht, dass z.B. Warner überhaupt die Rechte an dem Film hätte.

  22. Mike says:

    Dietrich, Du bist ein Plagiator, gib es zu.

    • dietrich says:

      Mike, du zündest nachts heimlich Kerzen vor einem alten Helmut-Kohl-Wahlplakat aus den 90ern an. Gib es zu. Leugnen ist zwecklos. Ich weiß doch ganz genau, daß du es tust.

  23. H.N. says:

    Mmh. Ein Schwarzer als Sprachrohr für eine Horde Nazis? Innerlich (oder gar äußerlich) gebleicht? Idee ab 2012 entwickelt? Kommt mir irgendwie bekannt vor. 😉

  24. Zark Muckerberg says:

    Liebe Konferenzteilnehmer,

    bin ja spät zur Party, und an sich cineastisch in keinster Weise befugt, auf Augenhöhe dieses Plagiats Thema mitzudiskutieren.

    Vielleicht und hoffentlich haben sich mittlerweile die Wogen auch ein wenig geglättet, und die Filmemacher gehen erfolgreich ihrer Wege.

    Aber eines darf ich als alter Marketing-Mann und externer Beobachter der Diskussion konstatieren: Cinemabstruso hat es ja wenigstens geschafft, Wind um die Sache zu machen – und das Poltern gehört ja wohl auch in der Filmindustrie zum Geschäft.

    Insofern gönne ich mir nun einen vergnüglichen Abend mit „Heil“ (aus iTunes) auf meinem verdammten Apple TV und wünsche allen ein gutes neues Jahr 2016, auf dass viele schöne Projekte Realität werden mögen!

  25. Zark Muckerberg says:

    Liebe Konferenzteilnehmer,

    bin ja spät zur Party, und an sich cineastisch in keinster Weise befugt, auf Augenhöhe dieses Plagiats Thema mitzudiskutieren.

    Vielleicht und hoffentlich haben sich mittlerweile die Wogen auch ein wenig geglättet, und die Filmemacher gehen erfolgreich ihrer Wege.

    Aber eines darf ich als alter Marketing-Mann und externer Beobachter der Diskussion konstatieren: Cinemabstruso hat es ja wenigstens geschafft, Wind um die Sache zu machen – und das Poltern gehört ja wohl auch in der Filmindustrie zum Geschäft.

    Insofern gönne ich mir nun einen vergnüglichen Abend mit „Heil“ (aus iTunes) auf meinem verdammten Apple TV und wünsche allen ein gutes neues Jahr 2016, auf dass viele schöne Projekte Realität werden mögen!

  26. Ingrid sütter says:

    12.04.16 im Babylon Berlin hat Der schwarze Nazi übrigens Berlin Premiere, hingehen vertragen, lieb sein

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